Der Fall des 15-jährigen Mädchens Safia S. aus Hannover, die vor einem Jahr einen Polizisten mit einem Messer schwer verletzte, hat die Menschen schockiert. Bereits in so jungen Jahren war das Mädchen radikalisiert. Schon damals hat der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi davor gewarnt, dass immer mehr Kinder in den Sumpf der Salafisten gezogen werden.

„Safia S. war kein Einzelfall. Schon mit acht Jahren war sie gemeinsam in einem Video mit dem Hassprediger Pierre Vogel zu sehen. Vor allem Kinder aus fundamentalistischen Familien werden mit diesem Hass gegen „Kuffar“ – „Ungläubige“ erzogen. Damit stellen sie eine besondere Gefahr dar, denn mit ihnen wächst eine neue Generation heran, die unsere Werte verurteilt, unsere freie demokratische Gesellschaft verachtet und das Land der „Kuffar“ zerstören will. Damit können sie zu einer bedrohlichen Gefahr für uns werden.“

Aus Kindern von Salafisten könnte somit eine neue Generation gewaltbereiter Extremisten entstehen. Das könnte auch in den Schulen und Kindergärten zu Problemen führen. Auch Experten warnen vor solch einer Entwicklung und die Sicherheitsbehörden beobachten solche Fälle genau.

„Dieses Problem müssen wir ernst nehmen und rechtzeitig agieren, bevor sich das Phänomen ausbreitet. Wir haben bereits jetzt viel für die Prävention getan, doch wir sind darauf angewiesen, dass jedes auffällige Verhalten den Behörden von Bürgern gemeldet wird. Bei fundamentalistischen Familien können wir nicht erwarten, dass Eltern ihre Kinder bei den Beratungsstellen melden. Im Gegenteil, in solchen Fällen werden wir sogar gegen die Eltern arbeiten müssen. Daher sind wir auf Lehrkräfte und Erzieher angewiesen, die sofort reagieren müssen“, warnt Tipi.

„Der IS ruft immer wieder zum Geburtendschihad auf und gibt vor, dass man sich fortpflanzen soll, um neue Kämpfer in die Welt zu setzen. Dass dies keine bloße Theorie ist, sieht man beispielsweise an der Vollverschleierung, die bereits für kleine Mädchen zu erwerben ist. Man findet aber auch immer wieder Bilder mit kleinen Kindern, die eine Waffe in der Hand halten und den Umgang damit erlernen. Der IS scheut sich nicht davor, Kinder für seine Zwecke zu missbrauchen. Jeder wird für den Kampf des Dschihad gebraucht und rekrutiert. Kinder, die bereits mit dieser Ideologie aufgewachsen sind, können nur sehr schwer aus dieser Welt in die Wirklichkeit zurückgeführt werden. Auch wenn es nur einzelne oder wenige Fälle sind bisher, jedes Kind, dass wir an den IS und dessen Krieg gegen unsere Gesellschaft verlieren, ist ein Kind zu viel.“

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