Seit Mai 2016 gibt es in Babenhausen ein Programm, mit dem die dort lebenden Flüchtlinge in Vereine integrieren werden sollen. Dazu zählen Angebote wie beispielsweise Frauen-Fitnessprogramme, Judo-Kurse oder ein Fahrradkurs zur verkehrssicheren Fahrweise. Das hessische Innenministerium und die Sportjugend Hessen gewährleisten eine finanzielle Unterstützung für dieses Projekt.

„Dazu hat Hessen das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Wie die Erfahrungen gezeigt haben, steht es bei den hessischen Kommunen weiterhin hoch im Kurs. Für das Jahr 2017 haben 244 Städte und Gemeinden eine Landeszuwendung in einer Gesamthöhe von rund 1,7 Millionen Euro erhalten. Dabei wurden hessenweit 320 Sport-Coaches gemeldet. Diese Zahlen in Verbindung mit dem Beispiel aus Babenhausen verdeutlichen, dass das Programm gut angenommen und vor Ort rege genutzt wird“, so der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

„Mit dem Förderprogramm bieten wir einen unkomplizierten Weg an, um Flüchtlinge über den Sport vor Ort zu integrieren. Solche Programme müssen in den einzelnen Städten und Gemeinden verankert sein, damit sie sinnvoll und effektiv genutzt werden. Die Sport-Coaches sind als Ansprechpartner und Bindeglied zwischen Kommunen, Vereinen und Flüchtlingen ein zentraler Bestandteil. Die große Resonanz zeigt, wie wichtig solche Projekte sind. Mit dem Förderprogramm tragen wir einen Teil dazu bei, dass Integration im und durch den Sport erfolgreich ist und Schutzsuchende in unserer Gesellschaft angenommen und einbezogen werden. Ich finde es großartig, wenn Menschen sich die Zeit nehmen, um andere, die in Not waren und sich nun in einem für sie fremden Land befinden, mit Sport in unsere Gesellschaft zu integrieren. Deshalb wünsche ich mir, dass es in der Zukunft noch viele weitere solcher Projekte geben wird.“

Das Landesprogramm beruht auf einem Modellprojekt der Sportjugend Hessen und wird gemeinsam mit dieser umgesetzt. Die Sportjugend Hessen führt insbesondere die verpflichtenden Schulungen der Sport-Coaches durch, die zu einer Qualitätssicherung des Programms beitragen, und ist Anlaufstelle für Fragen der Sport-Coaches. Die überwiegende Mehrzahl der Sport-Coaches ist direkt an die Sportvereine angebunden. Ein deutlich geringerer Anteil stammt aus dem Umfeld der Flüchtlingsinitiative oder ähnlichen Institutionen, wie zum Beispiel die Caritas oder die Arbeiterwohlfahrt, sowie aus den Verwaltungen der Städte und Gemeinden.

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