Nach Angaben der Bundespolizei kam es zu Gewalt gegen Beamte bei Abschiebeflügen, wobei insgesamt 71 Bundespolizisten verletzt wurden. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 23.000 Menschen aus Deutschland, vor allem nach Albanien, Serbien, Kosovo und Mazedonien abgeschoben. Es wurden aber auch irakische und afghanische Staatsangehörige aus Deutschland abgeschoben bzw. in andere EU-Staaten nach der sogenannten Dublin-Verordnung überstellt. Insgesamt habe es 284 Angriffe auf die Beamten gegeben.

„Diese Zahlen finde ich alarmierend. Wer auf diese Art und Weise Widerstand leistet und sich mit Schlägen, Tritten und Kopfstößen gegen die Abschiebung wehrt, sollte nicht erfolgreich sein und seine Abschiebung damit verhindern, sodass er also sein Ziel erreicht“, so der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

Nach Statistiken des Bundesinnenministeriums wurden 2018 insgesamt 1.637 Abschiebungen „aufgrund von Widerstandshandlungen“ am Flughafen abgebrochen. „Diese Zahlen sind sehr hoch. Dagegen müssen wir vorgehen und auch die Polizeibeamten vor solchen Situationen und Angriffen schützen. Zum Glück sind bisher keine schweren Verletzungen entstanden, da auch die Beamten speziell geschult werden, doch trotzdem sollte es erst gar nicht zu solch einer Gewaltanwendung kommen. Wer kein Bleiberecht hat oder hier straffällig geworden ist, muss abgeschoben werden.“

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