In der Stadt Weinheim hat Oberbürgermeister Heiner Bernhard eine vollverschleierte Frau bei einem Neubürger-Empfang abgewiesen. Zuvor hatte sie bereits im Bürgerbüro der Stadt einen Reisepass für ihr Kind beantragen wollen, wollte aber zum benötigten Lichtbildabgleich ihren Schleier nicht ablegen. Daraufhin wurde sie von der Mitarbeiterin der Behörde abgewiesen. Der Oberbürgermeister verteidigte diese Entscheidung.

„Ich kann sehr gut verstehen, dass der Oberbürgermeister so gehandelt hat. Vollverschleierung hat in unserem Land nichts zu suchen. Man kann mit dem Menschen nicht offen kommunizieren und erkennt auch nicht, wer sich tatsächlich dahinter verbirgt. Eine Identitätsprüfung ist in diesem Fall unerlässlich. Wenn man dazu nicht das Gesicht der Frau sehen kann und sie auch nicht bereit ist, selbst in einem separaten Raum den Schleier abzunehmen, dann muss man sie abweisen“, so der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion.

„Genauso kann ich auch die Entscheidung verstehen, die vollverschleierte Frau beim Neubürger-Empfang abzuweisen. Bei so einem Empfang geht es darum, denn Menschen offen gegenüber zu stehen und sie willkommen zu heißen. Das Tragen eines Niqabs verhindert das jedoch und hat nichts mit Offenheit zu tun. Es ist vielmehr ein Symbol der Unterdrückung der Frau. Es nimmt ihnen ihr Gesicht, verhindert Integration und gehört einfach nicht in unsere Gesellschaft. Die komplette Verhüllung kann außerdem auch ein Sicherheitsrisiko bergen, wenn keiner sehen kann, wer unter der Verschleierung steckt. Deshalb fordere ich bereits seit Jahren ein allgemeines Verbot der Vollverschleierung. Wir müssen aufhören, Angst vor dem Schritt hin zu einem Verbot zu haben und endlich handeln“, fordert Tipi abschließend.

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