Nach aktuellen Medienberichten soll der radikalislamistische Gefährder Sami A. früher für einen deutschen Sicherheitsdienst gearbeitet haben, der unter anderem Flughäfen und Einrichtungen der Bundeswehr überwacht. Das ginge aus Ermittlungsakten des Bundeskriminalamtes und des Generalbundesanwalts hervor. Er soll allerdings nicht der einzige als Gefährder eingestufte gewesen sein, der bei der Firma angestellt war.

„Ich frage mich, wie so etwas passieren kann. Gerade ein Mensch, der als radikalislamistisch eingestuft und dem zugetraut wird, Anschläge zu begehen, sollte auf keinen Fall und unter keinen Umständen in einer Sicherheitsfirma arbeiten. Und schon gar nicht im Bereich von Flughäfen, Krankenhäusern oder Einrichtungen der Bundeswehr. So etwas zuzulassen ist fahrlässig. Es geht um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land. Wir vertrauen der Security, die für Sicherheit sorgen soll. Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht“, zeigt sich der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi verärgert.

„Sollten die Sicherheitsbehörden davon gewusst haben, dass ein Gefährder bei einer Sicherheitsfirma arbeitet, dann hätten sie sofort reagieren müssen. Es kann und darf nicht sein, dass wir als Rechtsstaat zulassen, dass diese Leute überall Zugang erhalten. Gefährder müssen überwacht werden. Wenn die Sicherheitsbehörden merken, dass diese gerade in öffentlichen Bereichen wie beispielsweise an Flughäfen durch ihren Job Zutritt zu sensiblen Bereichen haben, dann muss etwas dagegen unternommen werden. Davor habe ich schon vor Jahren gewarnt. Sicherheitsrelevante Strukturen dürfen nicht von jedem bewacht werden. Da dürfen wir nicht tatenlos zusehen. Gleichzeit fordere ich die Sicherheitsfirmen auf, genau hinzuschauen, wen sie einstellen und sich abzusichern. Es kann und darf nicht sein, dass Gefährder für unsere Sicherheit sollen sorgen. Das ist paradox und muss zukünftig verhindert werden.“

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