Eine 30 Jahre alte Frau aus Niedersachsen ist mit ihren vier Kindern aus der Türkei nach Deutschland zurückgekehrt. Sie gilt als mutmaßliche Anhängerin und Unterstützerin des IS und wurde nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen festgenommen. Die Kinder kamen in die Obhut des Jugendamtes.

„Die Frau soll auch für das sogenannte ‚Schwesternnetzwerk‘ gearbeitet haben. Über solche Netzwerke werben Anhängerinnen des IS andere junge Frauen an, beispielsweise über soziale Medien. So kann das radikalislamistische Gedankengut weiterverbreitet und junge Frauen rekrutiert und radikalisiert werden, um die Ummah zu vergrößern. Auch Erziehungsfragen und das Familienbild des IS werden in solchen Netzwerken weitergegeben. Durch diese Vorgehensweise werden junge Frauen nach und nach manipuliert und indoktriniert. Wer sich an solchen Netzwerken aktiv beteiligt und damit Frauen für den IS rekrutiert hat, sollte sich strafrechtlich verantworten müssen“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat sich dafür ausgesprochen, auch Eltern strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Wer sein Kind wissentlich mit in IS-Gebiete gebracht hat, dessen Gesundheit damit gefährdet und sein Kind in einer religiös extremistischen Art und Weise erzieht, der solle sich auch strafrechtlich dafür verantworten müssen, so Ministerin Kühne-Hörmann.

„Wir werden noch öfters von solchen Fällen lesen, bei denen Mütter mit ihren Kindern als IS-Rückkehrerin wieder nach Deutschland kommen. Nicht unerheblich ist dabei die Frage, was mit den Kindern passiert. Daher kann ich unserer hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann nur zustimmen. Die Eltern haben die Pflicht für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen. Sie mit in Kriegsgebiete zu nehmen und mit radikalem Gedankengut zu erziehen, gefährdet ihre Zukunft. Teilweise kennen die Kinder gar kein anderes Leben, kennen unseren Rechtsstaat und unsere Demokratie nicht, unsere Werte und unsere Gesetze, all das macht eine Deradikalisierung sehr schwierig. Hier müssen wir ganz klar die Eltern in die Verantwortung nehmen“, so Tipi.

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