Wie bereits in den letzten Jahren hat die hessische Polizei ihre Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs in der Sommerferienzeit wieder verstärkt. Denn gerade die Ferienzeit, in der die Anwohner längere Zeiträume nicht da sind, werden von Tätern gerne genutzt. Dabei sind vor allem auch präventive Maßnahmen wichtig, um einen Einbruch zu verhindern.

„Es ist uns sehr wichtig, gerade in so einer Zeit dann den Kontrolldruck gegen Einbrecher hochzuhalten und die Maßnahmen zu intensivieren. Jeder, der schon einmal diese Erfahrung machen musste, weiß, dass es dabei nicht nur um den materiellen Wert der gestohlenen Dinge geht. Und oftmals können auch schon Kleinigkeiten helfen. Beispielsweise sollte man sehr vorsichtig sein, über die sozialen Netzwerke Urlaubsbilder zu posten oder zu verkünden, dass man verreist. Gleichzeitig kann man mit elektrischen Rollläden auch simulieren, dass jemand zu Hause. Nachbarn oder Verwandte sollten regelmäßig den Briefkasten leeren. All das kann schon dabei helfen, dass man nicht direkt erkennt, dass die Anwohner im Urlaub sind“, mahnt der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi zur Vorsicht.

Bereits im vergangenen Jahr konnten die Sicherheitsbehörden in diesem Deliktsbereich einen deutlichen Rückgang von fast zehn Prozent erreichen. Jedes Jahr führt die Polizei auch rund 8.000 kriminalpolizeiliche Beratungen zum Wohnungsschutz durch. Außerdem ist sie in der Lage, durch die einzigartige Prognosesoftware KLB-operativ Einbruchsserien frühzeitig zu erkennen und damit zu unterbinden. Die diesjährige „Sommerkampagne 2019“ macht erneut deutlich, das Hessen entschlossen und innovativ gegen Wohnungseinbruch vorgeht. Noch bis zum 11. August führt die hessische Polizei neben Kontrollmaßnahmen zielgerichtet Präventionsmaßnahmen sowie eine begleitende Medien- und Öffentlichkeitsarbeit durch, insbesondere in von Einbruchsdiebstählen mehrfach betroffenen Gebieten.

„Schon kleine Maßnahmen können zur Vorbeugung von Einbrüchen dienen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt die Bürgerinnen und Bürger dabei, die mit kleineren Sicherungsmaßnahmen ihr Zuhause schützen möchten. Ein Zuschuss kann bereits ab einer Investitionshöhe von 500 Euro bei der KfW beantragt werden. Gemeinsam mit den Maßnahmen der Polizei können wir so dafür sorgen, dass die positive Entwicklung fortgeführt wird und die Zahl der Wohnungseinbrüche weiter sinkt.“

« Gegen Ehrenmorde, Gewalt und Zwangsheirat - Frauenrechte sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe Ismail Tipi: Auch jugendliche Straftäter müssen rechtsstaatlich bestraft werden können - Opferschutz gilt vor Täterschutz »