„Salafisten und radikale Islamisten kennen keine Grenzen. Sie agieren und kooperieren über die Länder hinweg. Daher müssen auch wir gemeinsam an dieser Gefahr arbeiten. Wir können voneinander lernen und zusammen noch effektiver gegen den Salafismus, aber auch generell gegen den Extremismus vorgehen“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Die Wichtigkeit grenzübergreifender Kooperation hat auch eine Tagung des Oberrheinrats deutlich gemacht. Dort wurde erläutert, dass Salafisten aus Baden mit Hilfe von Salafisten aus dem Elsass nach Syrien gereist sind, um sich der Terrororganisation IS anzuschließen. Allerdings gebe es noch keine offizielle Erfassung zu solchen Strömungen. Seit Beginn des letzten Jahres gibt es allerdings ein Projekt, das zu einem Austausch über Extremismus beitragen kann. Es wird mit EU-Mitteln finanziert und nennt sich „Marge“. In das Projekt sind Stadtviertel in den Städten Kehl, Freiburg, Straßburg, Saverne, Basel und Suhr im Kanton Aargau einbezogen. Getragen wird es von der Katholischen Hochschule in Freiburg, der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Ecole Supérieure en Travail Educatif et Social in Straßburg.

„Präventive oder auch polizeiliche Maßnahmen können gerade in solchen Grenzregionen ausgetauscht werden. Es ist wichtig, dass wir nicht nur auf uns schauen, denn die Salafisten und Extremisten tun das auch nicht. Sie haben ein weitreichendes Netzwerk und tauschen sich aus, ganz unabhängig davon, wo sie sich befinden. Sie kennen die Möglichkeiten, die die verschiedenen Länder bieten und bewegen sich zum größten Teil frei in Europa. Daher müssen auch wir länderübergreifend agieren und Informationen sowie Daten austauschen. Nur dann können wir effektiv gegen den Salafismus, den radikalen Islamismus und auch den Extremismus vorgehen. Deshalb hoffe ich, dass es bald mehr solcher Projekte gibt.“

« Ismail Tipi: Abweisung einer vollverschleierten Frau im Rathaus war richtig Ismail Tipi: Die Salafisten und Scharia-Anhänger in Deutschland hetzen gegen unseren Staat und machen ihre Unterstützer gegen das Kopftuchverbot mobil »