„Als Europäische Union müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Flüchtlinge, die vor Krieg und Terror geflohen sind, aufgenommen werden. Meiner Meinung nach darf sich kein Land dieser humanitären Verpflichtung und Verantwortung entziehen, wenn Flüchtlinge wirklich von Leib und Leben bedroht sind. Nur wenn wir gemeinsam diese Herausforderung annehmen, jedes Land Flüchtlinge aufnimmt und sich um diese kümmert, können wir der Flüchtlingswelle effektiv entgegentreten“, so der hessische Landtagsabgeordnete und integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

„Außerdem müssen wir klar kommunizieren, dass es in der momentanen Situation bei Asylanträgen nur um Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte gehen kann und darf. Diese müssen im Gegenzug dazu aber auch bereit sein, sich in allen europäischen Ländern aufnehmen zu lassen und sich nicht auf einzelne Länder wie Deutschland festzulegen. Niemand, weder die Flüchtlinge noch das aufnehmende Land, darf das Asylrecht missbrauchen, durchlöchern oder verwässern. Das Asylrecht ist fest in der deutschen Verfassung verankert und gilt für die Menschen, deren Leib und Leben bedroht ist. Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren“, so Tipi.

Gleichzeitig sieht Tipi auch ein Problem bei den immer weiter agierenden Schleppern. Sie nutzen die Notlage der Menschen aus, um sie über gefährliche Wege nach Europa zu bringen. „Die Schlepper-Banden wecken falsche Hoffnungen, die Menschen lassen sich blenden, der Wille zu fliehen ist bei vielen zu groß. Dieses Problem der Schlepper-Banden, die jährlich über Menschenschmuggel mehr Geld umsetzen als im Rauschgiftmilieu, haben wir noch lange nicht gelöst. Wenn wir ihr Handwerk nicht unterbinden, werden diese Seelenverkäufer auch in Zukunft immer wieder mehrere zehntausende Menschen unter Einsatz ihres Lebens nach Europa schleusen. Jeder, der sich mit Schlepper-Banden zu uns einschleusen lässt, sollte außerdem keine Perspektive auf Asyl haben. Wir müssen die kriminellen Machenschaften der internationalen Schlepper-Banden beenden, damit die Situation der Flüchtlinge nicht hoffnungslos weiter ausgenutzt wird.“

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