Laut Medienberichten hat die rechtsextremistische Gruppe „Nordkreuz“ aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg politisch motivierte Morde in ganz Deutschland geplant. Diese Mordpläne sind offenbar viel umfassender als bislang angenommen. Auf den sogenannten „Todeslisten“ sollen bis zu 25.000 Namen aus dem gesamten Bundesgebiet stehen. Mitglieder der mutmaßlichen Gruppe von Rechtsterroristen haben diese angelegt, in dem sie in den Dörfern und Gemeinden nach Zielpersonen gesucht haben, wie beispielsweise Politiker aus dem linken Spektrum, die sich positiv über Geflüchtete geäußert hatten.

„Schon seit knapp zwei Jahren ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen die Mitglieder dieses Netzwerkes wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Straftat. Sie haben Zugang zu Waffen und verfügen über zahlreiche Munition. Damit sind sie für unsere innere Sicherheit brandgefährlich“, mahnt der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Auch in Hessen geht laut den neusten Erkenntnissen von Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt eine wachsende Gefahr durch die rechtsextreme Szene aus. Die Gruppe „Nordkreuz“ soll sogar über mindestens zwei weitere Ableger „Südkreuz“ und „Westkreuz“ verfügen. Diese sollen allerdings derzeit keine eigenen „Todeslisten“ haben. Die Mitglieder von „Nordkreuz“ bereiten sich auf den „Tag X“ vor, sprich den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung durch eine Flüchtlingswelle oder radikalislamistische Anschläge und die anschließende Liquidierung politischer Gegner.

„Die Listen mit den Namen und Adressen dienten wohl genau diesem Ziel, nämlich sie ‚im Konfliktfall‘ zu liquidieren. Dieses zahlenmäßige Ausmaß an Personen, die sich auf solchen Todeslisten befindet, und aber auch die weiträumige Vernetzung dieser rechtsextremen Gruppe ist höchst besorgniserregend. Wir müssen genau aufklären, wer dahintersteckt, die Strukturen bis ins kleinste Detail aufdecken und mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen die Gruppe vorgehen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich so eine brandgefährliche, extremistische Gruppierung unter uns weiterentwickelt. Wir müssen außerdem dafür sorgen, dass sie ihren Plan niemals in die Tat umsetzen und unschuldige Menschen töten, weil sie auf dieser Liste stehen.“

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