Eine nicht repräsentative Befragung in Hessen, die gemeinsam vom Deutschen Beamtenbund (dbb) und der Universität Gießen vorgestellt wurde, behandelt das Thema Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Landes Hessen. Dazu wurden 2.185 Mitglieder des dbb in Hessen befragt, überwiegend gewerkschaftliche organisierte Mitarbeiter und Beamte.

„Vielerorts sinkt der Respekt voreinander. Gerade Polizisten, Rettungskräfte oder auch Lehrer erleben das immer wieder. Diese Studie gibt nun einen Einblick, welches Ausmaß Beleidigungen und Bedrohungen angenommen haben. Offensichtlich gehören in zahlreichen Berufsfeldern Beleidigungen und wiederholt aggressive Ansprachen sowie verbale und körperliche Bedrohungen für viele Betroffene zum Alltag. Solch eine Entwicklung dürfen wir nicht einfach hinnehmen“, so Ismail Tipi, CDU-Landtagsabgeordneter der CDU-Fraktion.

Laut der Studie sprechen beispielsweise 98 Prozent der Justizvollzugsbeamte von Beleidigungen, 90 Prozent von Bedrohungen und 57 Prozent von Angriffen, sogar körperlicher Natur. Vor allem Gerichtsvollzieher und Polizisten fühlen sich in ihrer Arbeit nicht ausreichend geschützt. Sie wünschen sich mehr gesellschaftliche Wertschätzung und Anerkennung.

„Ein genauso erschreckendes Bild gab die Befragung der Lehrer ab. 80 Prozent wurden schon einmal beleidigt, 58 Prozent bedroht, und das nicht nur von den Schülern, sondern auch von Eltern. Gewalt, Bedrohungen und Beleidigungen haben in unserer Gesellschaft keinen Platz, ganz egal ob sie sich gegen Politiker, kommunale Mandatsträger, Lehrer, Polizisten, Rettungskräfte oder andere Mitarbeiter von Behörden richtet. Mitarbeiter müssen einerseits auf unangenehme Situationen vorbereiten sein, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen sowie Deeskalation und Verhaltensregeln für den Ernstfall einzuüben. Gleichzeitig ist aber auch die Gesellschaft gefordert, wieder respektvoller miteinander umzugehen.“

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