Der Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke hat viele Menschen erschüttert. Noch immer schreiten die Ermittlungen um den erschossenen CDU-Politiker voran. In den Medien wird dazu viel berichtet. Doch nicht alle Kommentare zu diesem Mord sind Beileidsbekundungen oder drücken Trauer aus. Darunter sind auch Hass-Kommentare, die den Regierungspräsidenten verhöhnen.

„Solche Kommentare kann ich nur aufs Schärfste verurteilen. Ein gewaltsamer Tod ist immer ein furchtbares Ereignis, vor allem für die Familie und Verwandten. Jemanden zu verspotten, der aus dem Leben gerissen wurde, gehört sich nicht. Sich über den Tod zu freuen und hämische Kommentare zu verfassen, den Tod gar zu bejubeln, ist menschenverachtend, geschmacklos und sollte nicht einfach so hingenommen werden“, zeigt sich der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi erschüttert.

„Spott und Häme gehören nicht in die sozialen Medien. Diese Kommentare sollten schnellstens gelöscht und gegen die Verfasser strafrechtlich ermittelt werden. Hier sehe ich auch die Plattformbetreiber in der Pflicht. Sie dürften erst gar nicht zulassen, dass solche Kommentare veröffentlicht werden“, so Tipi weiter. Die Staatsanwaltschaft Kassel hatte in diesem Fall bereits angekündigt, Hasskommentare daraufhin zu prüfen, ob sie womöglich strafrechtliche Relevanz haben. „Es ist die Pflicht des Staates, auch die Rechte eines Verstorbenen zu schützen. Dazu gehört auch, Verfasser solcher Hass-Kommentare zu ahnden und zu prüfen, ob es strafrechtlich relevante Inhalte gibt.“

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