Vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung sind es meistens Männer, die als radikale Islamisten und Dschihadisten unsere innere Sicherheit gefährden, neue junge Menschen rekrutieren und radikalisieren. Doch es gibt auch viele Frauen, die aktive Salafistinnen und Gefährderinnen sind.

„Die Zeiten, in denen die Ehefrauen als „Gebärmaschinen für das Kalifat“ fungierten und die Ummah so vergrößern sollten, sind längst vorbei. Schon lange sind die Frauen nicht mehr nur „Opfer“ an der Seite der IS-Kämpfer. Mittlerweile haben Frauen keinen geringen Anteil mehr bei der Rekrutierung und Radikalisierung Jugendlicher, vor allem auch junger Mädchen. Von ihnen geht genauso viel Gefahr aus wie von den männlichen Gefährdern und Dschihadisten. Das dürfen wir nicht unterschätzen“, mahnt der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

„Der Salafismus wird immer weiblicher. Dabei müssen wir auch genau im Blick behalten, was mit den Mädchen und Frauen ist, die aus Syrien oder dem Irak wieder hierher zurückkehren. Vor allem deren Kinder sind in Gefahr, mit salafistischem Gedankengut aufzuwachsen. Wenn dieses nahtlos an die nächste Generation weitergegeben wird und die Kinder in diesem Irrglauben aufwachsen, dann kann das eine große Bedrohung für unser gesellschaftliches Zusammenleben darstellen. Uns muss klar sein, sowohl Frauen als aber auch Kinder gehören zu den „blinden Flecken“. Frauennetzwerke, salafistische Kindererziehung, auch das kann eine künftige Gefahr sein. Daher müssen wir auch hier höchst wachsam sein und dürfen die Frauen und Kinder nicht aus dem Bild herausnehmen. Im Gegenteil wir müssen genau hinschauen und gerade salafistischen, radikalislamistischen Familien nach rechtsstaatlichen Verfahren ihre Kinder nehmen, sie demokratisch erziehen und salafistische Frauennetzwerke unterbinden.“

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