Die Bundesanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen die 32-jährige deutsche Staatsangehörige Carla-Josephine S. erwirkt. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen sowie unter anderem auch die Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht. Sie reiste im Herbst 2015 mit ihren drei minderjährigen Kindern nach Syrien, um sich dort dem IS anzuschließen.

„Ich finde es richtig, dass wir immer weiter mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen IS-Anhänger vorgehen. Frauen dürfen davon nicht ausgenommen sein. Wie in diesem Fall zu sehen ist, geht es hierbei auch um das Wohl ihrer Kinder. Ein Sohn ist sogar bei einem Angriff in Syrien ums Leben gekommen. Damit geht es nicht mehr nur um die Mitgliedschaft beim IS, sie hat auch ihre Kinder in den salafistischen, radikalislamistischen Sumpf hineingezogen. So etwas dürfen wir nicht zulassen und müssen strafrechtlich dagegen vorgehen“, so der hessische Landtagsabgeordnete der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

Der Ehemann der Beschuldigten war mit der Mitnahme der Kinder nicht einverstanden. In Syrien lernten die Kindern in IS-Camps den Umgang mit Schusswaffen und erhielten eine militärische Ausbildung. „Noch dazu sind diese Kinder mit der Ideologie des IS aufgewachsen. Schon lange warne ich davor, dass man die Rolle der Frau im IS nicht unterschätzen darf. Auch Frauen sind wichtig für die Machenschaften des IS. An diesem Fall erkennt man sehr gut, dass sie auch für radikalislamistischen Nachwuchs sorgen. Wir müssen konsequent gegen solche radikalislamistischen Frauen vorgehen. Und wir müssen weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln dafür sorgen, dass Kinder erst gar nicht nach Syrien mit ausreisen.“

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