Der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi ruft auf, die Betonpoller, die der Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten dienen, mit Blumen, Kerzen und Kränzen zu schmücken. „Ich habe heute in der Landeshauptstadt Wiesbaden einige Rosen auf die Poller gelegt. Diese Aktion soll Respekt vor den Opfern des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt im letzten Jahr und ihren Hinterbliebenen zeigen. Setzen wir ein Zeichen gegen den Terror und schmücken diese Schandbetonpollern als Trauerblöcke und Mahnsteine“, fordert der CDU-Politiker alle Bürgerinnen und Bürger auf.

Auch in Wiesbaden, direkt vor dem hessischen Landtag, ist der Weihnachtsmarkt (Sternschnuppenmarkt) durch zahlreiche Betonpoller und Stahlseile abgesichert. Diese Vorkehrungen sind wichtig, um für die Bürgerinnen und Bürger, die die Märkte besuchen, größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

„Dieses kleine Zeichen, Blumen, Kerzen und Kränze auf die Poller zu legen, hat wie ich finde eine große Wirkung. Es soll uns vor allem daran erinnern, warum diese Vorkehrungen notwendig sind. Denn diese Betonpoller sind ein Überbleibsel des feigen Anschlags in Berlin. Mir ist es wichtig, nicht nur von Sicherheit und der drohenden Gefahr zu reden. Worte alleine reichen nicht. Wir müssen deutlich machen, dass wir gemeinsam gegen den IS-Terror kämpfen. Wir lassen uns nicht einschüchtern und uns unsere Freiheiten nehmen. Wir brauchen diese Zeichen, um uns den Anschlag in Erinnerung zu rufen und niemals zu vergessen, dass der IS-Terror uns alle, jederzeit treffen kann. Wir müssen die Gefahren ernst nehmen, dürfen uns aber von diesen Menschenfeinden keine Angst einjagen lassen. Deshalb bitte ich alle: Schmückt die Betonpoller in der Adventszeit mit Blumen oder Kerzen.“

„Diese Trauerbekundung sollte in ganz Deutschland bis zum Jahrestag des Anschlags wiederholt und auch als Aktion der Mahnung in den sozialen Medien verbreitet werden. Diese mediale, über soziale Medien gebildete Menschenkette soll uns an die Opfer und Hinterbliebenen erinnern und auch deutlich machen, dass der IS-Terror uns nicht in der Hand hat. Wir stehen für unsere Freiheiten, unsere gesellschaftlichen Werte und religiösen Traditionen. Am 19. Dezember, dem Jahrestag des feigen Anschlags in Berlin, sollen dann Mahnwachen an den Trauerblöcken gebildet werden. Diese Mahnwachen und die Aktion mit den Trauerblöcken sollen ein deutliches Signal an die Terroristen sein und um die Welt gehen. Jedem soll Bewusst werden, dass wir dem IS und seinem menschenverachtenden Terror die rote Karte zeigen und uns von unseren Freiheiten und unseren Werten nicht abdrängen lassen.“

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