„Organisierte kriminelle Gruppierungen mit extremistischen Strukturen dürfen wir unter uns nicht dulden. Daher freue ich mich über das durch den Bundesinnenminister erfolgte bundesweite Verbot der rockerähnlichen Vereinigung Osmanen Germania Box Club“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Der Bundesinnenminister Horst Seehofer hat mit dem Verbot der „Osmanen Germania BC“ und all ihrer Teilorganisationen ihnen jede Tätigkeit untersagt. Grund ist, dass von dem Verein eine schwerwiegende Gefährdung ausgeht. Das Verbot wird seit heute Morgen mit Durchsuchungen in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz vollstreckt. Sie dienen der Sicherstellung und Beschlagnahme von Vereinsvermögen und Kennzeichen des Vereins. Nach Schätzungen der Polizei hat der Verein bundesweit mindestens 300 Mitglieder, die sich aktuell auf 16 Chapter verteilen.

„Auch Hessen hat immer wieder deutlich gemacht, dass wir weder beim Thema Extremismus noch bei Ausländerkriminalität einen Rabatt gewähren und ist gegen die kriminelle Vereinigung vorgegangen. Seit November 2015 wurden in Hessen rund 80 Ermittlungsverfahren angestrengt und rund 200 Gefahrensachverhalte bearbeitet. So ist es auch der hessischen Polizei gelungen, die Osmanen Germania nicht nur in Hessen, sondern auch in meinem Wahlkreis zurückzudrängen. Es freut mich ganz besonders, dass Hessen damit und mit ihren Erkenntnissen dazu beigetragen hat, dass diese Vereinigung nun bundesweit verboten wurde. Damit haben wir ein klares Signal gesendet, dass unser Rechtsstaat seine Härte zeigt und gegen solche kriminellen Vereinigungen konsequent vorgeht. Diese Vorgehensweise müsste jetzt auch auf die radikalislamistischen, salafistischen und dschihadistischen Bestrebungen in Deutschland ausgeweitet werden.“

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