„Schon wieder wurde eine Polizeibeamtin bei einem Einsatz in Essen schwer verletzt. Solche Berichte machen mich sprachlos. Ich kann dieses aggressive Verhalten gegenüber Beamtinnen und Beamten im Einsatz nicht verstehen“, so Ismail Tipi, Vorsitzender des Vereins Pro Hilfskräfte „Hände weg“ anlässlich einer eskalierten Kontrolle durch Polizeibeamte.

Jüngst kam es in der Essener Innenstadt bei der Überprüfung einer Shisha-Bar zu einem Zwischenfall. Die Polizeibeamten hatten kontrolliert, ob die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes eingehalten wurden. Danach wurden sie von einem Unbekannten geduzt, der dies auch nach mehrfacher Aufforderung nicht unterließ. Als er sich ausweisen sollte, flüchtete er und wurde von einer Polizistin verfolgt. Dabei kam es dann zu dem Angriff, bei dem die Beamtin von hinten in die Beine getreten und geschlagen wurde. Sie wurde dabei schwer verletzt.

„Bevor der 17-jährige festgenommen werden konnte, haben sogar noch mehrere Jugendliche die Beamten angegriffen. Auf der Polizeiwache kamen dann der Vater und der Bruder des Festgenommenen und drohten damit, die Familie zu mobilisieren. Das zeigt, mit welchen Problemen die Polizeibeamten zusätzlich umgehen müssen. Selbst eine Routinekontrolle kann mittlerweile schnell außer Kontrolle geraten und zu einer Gefahr für die Polizistinnen und Polizisten werden. Das ist für mich unbegreiflich. Die Polizei, genauso aber auch wie die Feuerwehren und Rettungskräfte machen ihren Job, der unserer Sicherheit und unserer Gesundheit dient. Deren Arbeit auf solche Art und Weiße zu behindern, ist für mich ohne Worte. Deshalb müssen wir wieder vermehrt den Respekt gegenüber der Polizei, der Feuerwehren und allen anderen Rettungskräften einfordern. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Achtung vor diesen aufopfernden Tätigkeiten immer mehr schwindet.“

Der Vorsitzende des neugegründeten Interessensvereins Pro Hilfskräfte „Hände weg“ und CDU-Abgeordneter des hessischen Landtags, Ismail Tipi, verurteilt solche Fälle aufs Schärfste. „Wir müssen Respekt und Hochachtung vor allen Beamtinnen und Beamten haben. Unser Dank gilt den Sicherheitskräften und auch allen anderen Rettungsmannschaften, die sich 365 Tage im Jahr für unsere Sicherheit einsetzen. Aber auch die Sicherheit dieser Menschen müssen wir schützen. Ich verurteile diese Tat in Essen und wünsche den Polizeibeamten baldige Genesung. Die Täter in solchen Fällen müssen in unserem Rechtsstaat strafrechtlich verfolgt und verurteilt werden.“

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