Nach Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) gab es im letzten Jahr fast 100 Übergriffe auf Christen in Deutschland. Darunter zählen unter anderem Körperverletzungen, eine Brandstiftung aber auch ein Mord. In mindestens 25 Fällen wurden Kirchen oder christliche Symbole angegriffen. Auch Straftaten gegen Asylbewerber und Flüchtlinge hat es in diesem Zusammenhang gegeben.

„Diese Zahlen sind alarmierend. Wir müssen das sehr ernst nehmen. Jeder einzelne dieser Vorfälle ist schon einer zu viel. Und ich gehe davon aus, dass die Dunkelziffer noch höher ist und es noch mehr solcher Fälle gab, die nur nicht als christenfeindliche Straftaten gezählt wurde. Wir leben in einem christlich-jüdisch geprägten Land. Jeder, der hierherkommt, muss sich an unsere Gesetze halten aber auch unsere Werte und unsere Kultur akzeptieren. Diejenigen, die sich nicht daranhalten und gegen Christen in unserem Land vorgehen und sie angreifen, dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben“, so der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

„Es darf und kann nicht sein, dass die hier lebenden Christen Angst haben müssen. Wir müssen alles dafür tun, dass sich die Christen bei uns sicher fühlen und auch die Einrichtungen sicher sind. Hier in unserem Land gibt es Religionsfreiheit. Das bedeutet, dass jeder seine Religion ausüben darf, aber ohne andere Gläubige oder Nicht-Gläubige zu verletzen oder zu diskriminieren. Niemand hat das Recht gegen Andersgläubige vorzugehen wegen ihres Glaubens. Das bedeutet aber auch, dass wir konsequent gegen diese Straftäter vorgehen müssen. Hier darf es kein Wenn und Aber geben. Das gleiche gilt auch für Straftaten mit antisemitischem Hintergrund und Angriffen auf Moscheen und Muslime.“

« Islamistische Gefährder in Deutschland - Ist es eine „Schein-“ oder eine „Demokratiedebatte“? Vorratsdatenspeicherung ist für die Bekämpfung von Kriminalität, Extremismus und Terror sehr wichtig »