Frauen im dschihadistischen IS sind keine Seltenheit mehr. Auch wenn der Anteil der aus Deutschland ausgereisten Frauen „nur“ bei etwa 25 Prozent liegt, so sind es trotzdem deutlich zu viele. Sie werden durch Salafisten rekrutiert, um den Dschihad zu vergrößern und um als Zweit-, Dritt- oder Viertehefrau eines IS-Kämpfers nach Syrien zu reisen. Ziel ist dabei, die Kampfkraft der „Gotteskrieger“ zu stärken.

„Schon seit Jahren habe ich genau davor gewarnt. Ganze Netzwerke wurden inzwischen auch in Deutschland gebildet, bei denen Anhängerinnen des IS andere, besonders junge Frauen werben sollen. Dabei spielen vor allem die sozialen Medien und das Internet eine besondere Rolle. Sie dienen als Verbreitung des radikalislamistischen Gedankenguts und zum Anwerben von Nachwuchs.“

IS-Frauen sollen vor allen Dingen das traditionelle Familienbild vermitteln. Salafistisch gesinnte junge Frauen organisieren sich, um die Ummah zu vergrößern und bilden sogenannte „Schwesternschaften“ im Internet. Dort tauscht man Informationen aus. Es werden zwar auch Erziehungsfragen diskutiert, das Hauptziel ist aber den jungen Frauen dadurch einzuflößen, was eine gute Ehefrau in der salafistischen Gemeinde ausmacht.

„Durch diese Vorgehensweise werden junge Frauen nach und nach manipuliert und indoktriniert. Es wird betont, wie wichtig die Rolle der Frau im „heiligen Krieg“ ist. Sie spielen mit den Mädchen und gaukeln ihnen eine heile Welt vor. Die Anwerberinnen bieten sich als Freundinnen und Vertraute an, um sie für diese Idee anzulocken. Das kann sehr gefährlich sein und betrifft bei weitem nicht nur schlecht integrierte Frauen“, warnt Tipi.

Der CDU-Landtagsabgeordnete mahnt die jungen Frauen davor, sich mit diesen Demokratiefeinden einzulassen. Besonders die Videobotschaften seien eine erste Stufe der Gehirnwäsche. In solchen veröffentlichten Videos werden die Muslime meistens in einer Opferrolle dargestellt und der Kampf des IS verherrlicht. Doch der Dschihad wird in den Videos nicht nur verherrlicht, sondern auch als Gerecht dargestellt.

„Jede Frau muss eins wissen: Wenn sie sich mit den Salafisten einlassen und den Weg nach Syrien oder in den Irak gehen, dann ist das ein sicherer Pakt mit dem Tod.“

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