Am heutigen Samstag für das Ehrenamt möchte ich das lokalpolitische Engagement der vielen Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis hervorheben und ihnen für ihren Einsatz für unsere Demokratie danken.

„Lokalpolitik wird oftmals unterschätzt“, weiß der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi, der selbst auch als Stadtverordneter in Heusenstamm und als Kreistagsabgeordneter im Kreistag des Landkreises Offenbach tätig ist. „In der Lokalpolitik sind die Stadtverordneten und auch die Kreistagsabgeordneten allesamt ehrenamtlich tätig. Nicht selten sind sogar auch die Bürgermeister ehrenamtlich tätig – insbesondere in kleineren Kommunen im ländlichen Bereich. Wer sich als Lokalpolitiker um ein Mandat bewirbt, der übernimmt damit eine große Verantwortung für die Zukunft seiner Kommune oder seines Landkreises. Lokalpolitiker brauchen nicht selten einen langen Atem und viel Ausdauer, um ihre Ziele durchzusetzen und das bestmögliche Ergebnis für die Bürgerinnen und Bürger, die ihnen das Mandat erteil haben, zu erreichen. Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlungen und der Kreistage ringen wöchentlich um Kompromisse, Mehrheiten und Möglichkeiten, gemeinsam wichtige Projekte in ihrer Heimat umzusetzen. Dafür brauchen sie viel Leidenschaft und müssen sich immer wieder neu motivieren, auch gegen Widrigkeiten anzukämpfen.“

Im Kreis Offenbach, in dem Ismail Tipis Heimat und Wahlkreis liegt, besteht der Kreistag aus insgesamt 87 Abgeordneten, die sich in neun Fraktionen zusammengeschlossen haben: CDU, SPD, AfD, Grüne, FDP, Linke, Freie Wähler, FL-NEV und Alternative Liste Offenbach-Land (ALO). Ebenso wie die Kollegen in den Stadtverordnetenversammlungen erhalten die Kreistagsabgeordnete für ihre Arbeit kein Gehalt, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung.

Für Ismail Tipi sind es ganz besonders die Lokalpolitiker, deren Herz für die Demokratie schlägt: „Die Engagierten in der Lokalpolitik wissen immer sehr genau, wo sinnbildlich der Schuh drückt, denn sie sind mit dem Ohr direkt beim Bürger, ansprechbar und vor Ort. Die Lokalpolitik ist sozusagen die Wiege der Demokratie. Das erfordert viel zeitliches Engagement und ein hohes Maß an Flexibilität – auch in den zugehörigen Familien der Politiker. Umso dankbarer bin ich für jeden Bürger, der sich entscheidet mit einem lokapolitischen Mandat Verantwortung für die Gestaltung und Entwicklung seiner Heimat zu übernehmen. Gleichwohl macht es mich traurig, wütend und fassungslos, dass immer mehr Lokalpolitiker Opfer von Beleidigungen, Drohungen oder gar Gewalttaten werden. Wer Politiker angreift, völlig gleich aus welchem Grund oder wegen welcher politischen Motivation, der greift damit unsere Demokratie offen an – und das werden wir mit aller Härte des Rechtsstaats verfolgen und bestrafen. Dennoch kann ich persönlich ein Engagement in der Lokalpolitik nur empfehlen: Es erfüllt einen, gibt das Gefühl etwas bewegen zu können und die eigene Heimat gestalten zu können. Dazu lade ich Sie alle herzlich ein. Ebenso lade ich Sie ein: Suchen Sie den Dialog mit ihren Lokalpolitikern, tauschen Sie sich aus, streiten Sie über den richtigen Weg – Aber sagen Sie Ihnen auch einfach mal Danke, genauso wie ich es mit dem heutigen Samstag für das Ehrenamt tue.“

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