Ein gestohlener LKW führt auf mehrere Autos in Limburg auf, die an einer roten Ampel stehen. Dabei werden neun Menschen verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat sich noch nicht zur Motivlage geäußert. Der festgenommene Fahrer des LKWs ist ein 32-jährigerer Syrer, der seit 2015 in Deutschland lebt. Kontakte zu militanten Salafisten oder anderen Extremisten soll er nicht gehabt haben.

„Schon wieder erschüttert uns eine schreckliche Tat. Die Hintergründe, ob es sich tatsächlich um einen Anschlag, eine Amokfahrt oder einen Unfall handelt, sind noch unklar. Es wird mit Hochdruck in alle Richtungen ermittelt. Dabei ist es wichtig, dass die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt den Vorgang so gut es geht rekonstruieren und aufklären, welches Motiv dahintersteckt“, so der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Den Behörden war der Täter bereits wegen gefährlicher Körperverletzung, Drogenbesitzes und Ladendiebstahls bekannt. Er soll im Jahr 2016 einen subsidiären Schutzstatus erhalten haben, allerdings sei seit Oktober sein Aufenthaltstitel abgelaufen. Die Wohnung des Mannes wurde mittlerweile untersucht.

„Ich hoffe, dass die verletzten Unfallopfer bald genesen und bin in Gedanken bei ihnen und ihren Familien. Zurzeit ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft mit Hochdruck und wir müssen ihnen die nötige Zeit lassen, um die Tat und vor allem das Motiv zu klären. Erst dann können weitere Schritte folgen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hat der tatverdächtige Syrer keine Verbindungen in die gewaltbereite islamistische Szene. Nichtsdestotrotz mahnt es uns, stets wachsam zu sein. Es beruhigt zu wissen, dass sich die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung in Hessen auf einem hohen Niveau befinden. Abschließend möchte ich den Rettungskräften und auch den couragierten Bürgern Danke sagen für die geleistete Hilfe.“

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