Der Kampf gegen Kinderpornographie zieht weite Kreise. Jüngst wurden bundesweit Wohnungen von 67 Verdächtigen durchsucht. Sie sollen kinderpornografisches Material über den amerikanischen Internet-Dienst „Chatstep“ verbreitet und ausgetauscht haben. Neun der Beschuldigten leben in Hessen, aber auch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern waren Schwerpunkte.

„Mich hat überrascht, dass das Alter der Verdächten von 18 bis 80 Jahren reichte. Das ist eine breite Schicht, die diese abscheulichen Dinge verbreitet“, zeigt sich der hessische Abgeordnete Ismail Tipi schockiert.

Zahlreiche Bild- und Videodateien, Computer und Datenträger wurden bei den Durchsuchungen sichergestellt. Darunter sollen Bilder sein, die schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, auch Kleinstkinder, zeigen.

„Auch sexuelle Gewalt gegen Kinder soll zu sehen sein. Das ist erschreckend. Bereits vor einigen Wochen haben die Behörden eine ganze Kinderporno-Plattform im Darknet gesprengt. Diese hatte weltweit 90.000 Mitglieder. Das sind enorm hohe Zahlen. Unsere Kinder sind unser Ein und Alles, unsere Zukunft. Gewalt gegen sie zu richten oder sexuell zu missbrauchen ist unterste Schublade. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Behörden immer weiter gegen diese Kriminellen vorgehen und ihnen Einhalt gebieten. Mit diesen Durchsuchungen haben wir deutlich gemacht, dass wir das nicht tolerieren und hart dagegen vorgehen.“

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