„Es ist gut, dass die Vollverschleierung immerhin im Staatsdienst in Deutschland verboten ist. Ich frage mich jedoch: Warum machen wir es nicht wie beispielsweise in Dänemark? Dort ist die Vollverschleierung auch im öffentlichen Raum verboten“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi wiederholt.

„Die Vollverschleierung gehört nicht in unser Land. Deshalb setze ich mich weiterhin unentwegt dafür ein, das Tragen von Vollverschleierungen jeglicher Art auch hier bei uns zu verbieten. Nicht nur Dänemark hat es vorgemacht. Dort gibt es bei einem Verstoß eine Geldstrafe. Immer mehr Länder haben mittlerweile Verbote ausgesprochen. Nun müssen auch wir folgen“, fordert Tipi. „Ich verstehe einfach nicht, warum wir als Gesellschaft nicht handeln und es auch auf Bundesebene bisher noch nicht möglich war, endlich ein entsprechendes Gesetz umzusetzen. Warum schlafen wir?“

Die Argumente dafür sind quasi endlos. Es ist schon schlimm genug, dass manche Frauen zum Tragen dieses mobilen Stoffgefängnisses gezwungen werden. Es ist im Koran nicht gefordert, dass Frauen so etwas tragen müssen. Die Vollverschleierung ist ein politisches Symbol, ein Symbol der Unterdrückung der Frauen und nichts Religiöses. Sie ist sogar ein unnötiges, unberechenbares Sicherheitsrisiko und ein Ausdruck von einem fundamentalistischen Patriarchat, nicht einer multikulturellen Vielfalt.

„Es gehört unmissverständlich zu unserer Kultur, dass wir unser Gesicht zeigen. Es muss für den Gegenüber klar erkennbar sein, wie es uns geht. Wir sind doch eine offene Gesellschaft, die es vehement zu verteidigen gilt. Die Kommunikation in unserer modernen Gesellschaft besteht nicht nur aus der deutschen Sprache, sondern findet auch im Gegenüber durch das Erkennen von Gestik, Mimik und Blicke statt. Die Vollverschleierung passt einfach nicht zu unserer Kultur und zu unseren Werten, die unsere Heimat schaffen. Sie passt nicht zu unserer Auffassung der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Es ist ein fremdes Symbol, das hier nicht hingehört. Ich verstehe nicht, dass es nicht einen gesamtgesellschaftlichen Aufruf dagegen gibt. Schluss mit dem Wegducken und Totschweigen! Wir dürfen das nicht still dulden, sondern müssen es deutlich benennen und verbieten.“

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