• Die Frage nach dem ‚Warum?‘ verstummt nicht.
  • Den mit uns lebenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern versichern wir unsere Verbundenheit und Solidarität
  • Entschiedener Einspruch, wo immer der Ungeist des Antisemitismus und andere Formen des Rassismus aufkeimen

    Anlässlich des heutigen Gedenktags der Reichspogromnacht erklärte der integrationspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Ismail Tipi:

    „Zum 79. Mal jährt sich heute der historisch beispiellose Pogrom, bei dem im gesamten damaligen Deutschen Reich zahllose jüdische Gotteshäuser geschändet, verwüstet oder niedergebrannt wurden, sowie zehntausende jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger misshandelt, ihres Besitzes beraubt und in Lager verschleppt wurden. Deutsche und jüdische Geschichte sind durch den 9. November untrennbar miteinander verbunden. Gerade in Zeiten, in denen ein Wiederaufkommen antisemitischer Ressentiments zu verspüren ist, gilt es an diesem Tag inne zu halten und an dieses geschichtliche Mahnmal nebst des hierdurch verursachten Leids zu erinnern. Wie konnte es geschehen, dass die Eliten Deutschlands bis auf wenige Ausnahmen einem Verbrecherregime und seiner Lügenideologie anheimfallen konnten? Wie konnte es geschehen, dass ein Großteil der Bevölkerung ungerührt, zumindest schweigend zugesehen hat, wie Mitbürger, Nachbarn und einstige Freunde Opfer staatlich verordneter Gewalt geworden sind? Die Frage nach dem ‚Warum?‘ verstummt nicht. Die Erinnerung an die Ereignisse, die sich in dem Datum des 9. November 1938 verdichten, ist auch Anlass, ehrlich und selbstkritisch zu fragen, wo in unserem Miteinander die Ablehnung des anderen Menschen beginnt – nur aus dem Grund, dass er anders ist. Dies ist immer und überall der Beginn von Rassismus. Wir halten die Erinnerung an die Opfer wach und ehren ihr Andenken. Nur so kann das entsetzliche Geschehen dazu führen, dass wir wachsam sind und Konsequenzen für unser Verhalten heute ziehen. Den mit uns lebenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern versichern wir unsere Verbundenheit, unsere Solidarität und auch unseres entschiedenen Einspruchs, wo immer der Ungeist des Antisemitismus und andere Formen des Rassismus aufkeimen.“

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