„Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Dilemma. Auf der einen Seite befinden sich die Salafisten, Islamisten und Scharia-Sympathisanten. Sie sind gut und eng vernetzt, halten zusammen und kämpfen gemeinsam für ihre kranke Ideologie. Auf Knopfdruck können sie große Menschenmassen mobilisieren, um beispielsweise eine Petition zu unterschreiben. Auf der anderen Seite befinden sich all die rechtschaffenen Bürgerinnen und Bürger. Wir sehen diese Problematik und wollen etwas ändern. Aber gleichzeitig haben viele Angst, Angst davor in eine bestimme Ecke gedrängt zu werden, wenn sie etwas sagen, Angst vor der Rassismuskeule und Angst davor Verantwortung für die Demokratie und den Rechtsstaat zu übernehmen. Unter dem Deckmantel der falsch verstandenen Toleranz scheuen wir uns, zu handeln und drücken uns damit vor der Verantwortung. Dabei sind wir es, die ein Zeichen setzen sollten, ein Zeichen für ein Kopftuchverbot bei jungen Mädchen in den Schulen“, appelliert der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Damit bezieht er sich auf die Online-Petition, die er vor knapp einem Monat erstellt hat, und mit der er sich für ein Kopftuchverbot bei jungen Mädchen unter 14 Jahren in den Schulen ausspricht. Mittlerweile haben knapp 6.700 Menschen die Petition unterzeichnet. Betrachtet man die verschiedenen Anliegen in der Rubrik „Bürgerrechte“ steht die Petition damit auf Platz 3. Die Unterstützer kommen aus den unterschiedlichsten Städten und Ländern. Mit Frankreich, Österreich, Schweiz und England sind jedoch nicht nur europäische Staaten dabei, unter den 29 Ländern sind beispielweise auch die Türkei, USA, Thailand, sogar Südafrika, Singapur, Peru, Uruguay, Indonesien, Ecuador und Burkina Faso dabei.

„Insgesamt sind es mehrere hundert Unterschriften, die aus dem Ausland kommen. Sie zählen zwar nicht für das Quorum, wollten aber trotzdem die Petition und damit das Anliegen unterstützen. Das zeigt mir nicht nur ein Verständnis, sondern auch eine grundlegende Einstellung zu dieser Thematik. Jetzt liegt es an den deutschen Bürgerinnen und Bürgern, den Mut zu haben, diese Petition zu unterstützen, das Thema nicht zu verharmlosen und sich nicht länger zurückzuhalten.“

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